TVN verschiebt den Start auf den 01.06.21!

TVN entscheidet nach 14. Mai über die Sommersaison (UPDATE, 08.05.21)

Bis zu diesem Tag gilt die aktuelle Coronaschutzverordnung in NRW.

 

Bocholt (bri) Aufgrund der aktuellen Situation in Bezug auf den Verlauf der Covid-19-Pandemie und den daraus resultierenden rechtlichen Einschränkungen und Unwägbarkeiten, wird der Tennisverband Niederrhein (TVN) erst nach dem 14. Mai eine Entscheidung zum Ablauf der Sommersaison treffen. Das teilte der Verband jetzt auf seiner Homepage mit. Der Hintergrund: Die aktuelle Coronaschutzverordnung des Landes NRW untersagt Wettkämpfe auch im Tennisbereich noch bis zum Ende ihrer Gültigkeit am 14. Mai. Der TVN könne daher erst nach Veröffentlichung einer neuen Version valide Entscheidungen zur Durchführung der Mannschaftsspiele treffen. „Die zuständigen Verbandsgremien werden dies dann zeitnah auf Basis der gesetzlichen Regelungen tun“, so der Verband. Er bittet um Verständnis dafür, dass eine frühere Entscheidungsfindung, sosehr sie auch für Vereine, Spielerinnen und Spieler wünschenswert wäre, aufgrund der Unwägbarkeiten der Pandemieentwicklung und der daraus folgenden rechtlichen Situation keine sinnvolle Option darstelle.

Ursprünglich sollte der Start der Sommersaison schon Mitte April fallen. Der TVN hatte aber Mitte April mitgeteilt, dass dies wegen der Pandemie nicht möglich sei und einen Saisonstart frühestens für den 1. Juni in Aussicht gestellt.


Ende April hätten bereits die ersten Tennisbälle innerhalb der Medensaison über die Netze fliegen sollen, doch dazu wird es nicht kommen. Denn der Tennis-Verband Niederrhein (TVN) verschiebt den Start für die Meisterschaftsspiele der Erwachsenen und Jugend. Frühester Spielbeginn ist nun der 1. Juni, die letzten Partien sollen Ende September über die Bühne gehen.

Grund für die Verschiebung ist die Entwicklung der Corona-Pandemie – insbesondere die der Reisebeschränkungen, Quarantäne- und Hygienevorschriften – und den daraus resultierenden fehlenden Vorbereitungsmöglichkeiten der Spieler. Der Spielausschuss des TVN hat daher beschlossen, einen neuen Spielplan für den Verband, die Bezirke und die Kreise zu erstellen.

Großes Verständnis

Das trifft bei hiesigen Sportwarten auf großes Verständnis. „Die Entscheidung ist die einzig sinnvolle“, sagt Thomas Hegmann, Sportwart des TC BW Bocholt. Und auch Jonas Kalisch, Sportwart von TuB Bocholt, stimmt zu. „Ich kann die Entscheidung nur begrüßen“, sagt er. Allen sei nach den Entwicklungen der vergangenen Tage klar gewesen, dass ein Saisonstart zum 24. April utopisch gewesen wäre. „Die Frage ist nur, ob der Verband die Saison auch durchgezogen bekommt“, sagt Hegmann. Denn es sind noch viele Fragen offen. Wie sieht es beispielsweise fahrtechnisch bei den Auswärtsspielen aus? „Derzeit dürften nur zwei Personen in einem Auto Platz nehmen“, sagt Hegmann. Ein Team besteht aber mindestens aus sechs Personen, sodass die Anreise mit mindestens drei Pkw stattfinden müsste. Dass die Gastronomie vor Ort geschlossen ist, sei sicherlich hinnehmbar, mehr Probleme bereitet Hegmann, dass das aber auch für die Umkleiden und Sanitäranlagen gilt. „Vier Stunden in Düsseldorf auf dem Platz zu stehen, um dann ohne zu duschen zurückzufahren, ist nicht wirklich schön“, sagt Hegmann.

Ohne Doppel?

Ein Knackpunkt könnte aber vor allem werden, dass überhaupt keine Doppel geplant sind, obwohl in der derzeit gültigen Wettspielordnung im Sommer drei Doppel neben sechs Einzeln vorgesehen sind. „Ich weiß nicht, ob es absolut erstrebenswert ist, die Medenspiele ohne Doppel durchzuziehen. Es gibt sehr viele Spieler, die diese Matches gerne spielen“, sagt Kalisch. Die Wettspielordnung müsste geändert werden, um Klagen zu vermeiden. Dafür wäre aber eine Generalversammlung nötig, die bislang nicht einberufen wurde.

Zu klären wäre auch noch, wie mit den Ligen umgegangen werde. „Unsere Herren 55 spielen in der Niederrheinliga. Da gibt es erstmals zwei Gruppen. Das muss wieder geändert werden. Dafür müsste es aber Absteiger geben, damit die Ligen nicht noch größer werden“, sagt Hegmann. Ein Anfang ist dahingehend gemacht, dass der TVN den Vereinen zwar wieder ermöglicht, ihre Mannschaften zurückzuziehen, ohne dass Strafgelder fällig werden, „im Gegensatz zum vergangenen Sommer müssen die Teams dann aber absteigen“, sagt Hegmann. Die andere Alternative sei, die Ligen einzufrieren und erst im Sommer 2022 weiterzuspielen. „Das will aber natürlich keiner.“

Im Moment würde der Verband aber nicht einmal Schiedsrichter zu Turnieren schicken, sagt Kalisch. Den Ostermann-Cup, der am heutigen Donnerstag auf der Anlage von TuB Bocholt hätte starten sollen, hat er daher abgesagt. „Ich befürchte, dass wir über den Sommer hinaus noch mit den Problemen zu kämpfen haben“, fügt Kalisch hinzu. Und auch Hegmann hegt große Zweifel, dass die Saison wirklich über die Bühne gehen kann. „Richtig daran glauben kann ich im Moment nicht.“

Quelle: BBV, B. Brinkmann, 09.04.21


Hinweis: Die Tennisabteilung der DJK TuS Stenern hat zur kommenden Sommer-Medensaison 2021 zwei Teams (Damen 40 und Herren 30) zum Spielbetrieb gemeldet. Beide Teams sollen in der jeweiligen Bezirksklasse B antreten. Ob die Saison aber tatsächlich über die Bühne gehen kann, scheint derzeit noch fraglich.